Samstag, 14. Mai 2011

Ruta Mayaaaa ! :-)

Nach der Semana Santa (Karwoche) in Taxco stand nun meine letzte richtige Reise hier in Mexiko an.


Am Sonntag morgen, den 24.April bin ich mit meiner Mutter, dem Taiwanesen in meiner Stadt und meinem Vater nach Puebla gefahren, von wo die Reise am naechsten Tag los gehen sollte. Nach 7 Stunden langer Busfahrt kamen wir in Puebla an und ich habe wie schon vor meiner ersten Reise im Haus des Distriktpresidenten geschlafen. Sein Sohn hat 30 Jahre und da auch noch andere Austauschschueler da waren haben wir in der Nacht bei ihm im Haus Party gemacht. Um 6 Uhr morgens mussten wir schon wieder am Parkplatz sein von wo aus wir losfahren sollten, deshalb haben wir nur ca. ne Stunde geschlafen und ein Brasilianer war noch etwas betrunken, als wir dann schon wieder los mussten :-P


Wir sind mit 2 Bussen auf die Reise gegangen, da einer fuer die 60-70 Austauschschueler plus Betreuer nicht ausgereicht hat. Gefruehstueckt wurden Tortas(ne Art belegtes Broetchen) im Bus, da wir sehr weit fahren mussten und somit moeglichst keine Zeit verlieren wollten. Unser erstes Ziel war Tuxtla welches wir ungefaehr gegen 5 Uhr erreicht haben. In Tuxtla konnten wir dann im Hotelpool schwimmen gehen oder Fussball,Basketball oder sonstige Sportaktivitaeten auf dem nahegelegenen Sportplatz machen. Ich war mit nen paar Freunden Fussball spielen. Abends um 9 Uhr gabs dann Abendessen und danach mussten wir ins Bett gehen, weil wir am naechsten Tag schon wieder sehr frueh los mussten.

Wir sind auf dem Weg nach Tapachula in eine Stadt namens Chiapa de Coro gefahren und haben eine Bootstour auf dem Fluss Cañon del Sumidero gemacht. Das besondere dabei war, dass sich der Fluss zwischen zwei riesigen Felsen hin durchzog. Am Ufer des Flusses konnten wir Krokodile sehen und auch Affen, die sich in den Bäumen befanden. Die gesamte Bootstour ging circa 2 Stunden. Danach haben wir in einem nahe gelegenem Restaurant mit Blick auf den Cañon gegessen, bei dem wir die Musik von einem der traditionellen Instrumente, dem Marimbaphon, hoeren konnten. Anschliessend hatten wir noch Zeit etwas in der kleinen Stadt zu shoppen, in der alle möglichen Arten von Andenken an Mexiko bzw. an den Bundesstaat der Stadt Chiapas. So gegen 5 Uhr am Nachmittag gings dann in die nächste Stadt, Tapachula. Als wir so gegen 8 Uhr abends dort ankamen war noch Zeit um sich ein bisschen im Hotelpool zu entspannen. Um 10 Uhr haben wir noch Abend gegessen und danach sind wir ins Bett gegangen, da wir ja am nächsten Morgen wieder früh aufstehen mussten, um den langen Weg nach Guatemala anzugehen, bei dem wir die Grenze überschreiten mussten. Zuerst wurde uns gesagt, dass wir alle aus dem Bussteigen sollten und über die Grenze laufen sollten, aber wir hatten Glück und durften Sitzen bleiben. In Guatemala mussten wir dann aber trotzdem aussteigen um den Bus zu wechseln. Der mexikanische Bus durfte in Guatemala nicht weiterfahren und hat auf uns an der Grenze gewartet, bis wir nach den paar Tagen wieder nach Mexiko zurück fuhren. In Guatemala stand die Konferenz meines Distriktes von Rotary an. Wir Austauschschüler waren in einem nahe gelegenen Hotel des Konferenzhotels untergebracht. Im „Konferenzhotel“ durften wir nicht schlafen, da dort keine Jugendliche erlaubt sind. Es ist eines der besten Hotels der ganzen Welt. So mussten wir dann morgens immer mit dem Bus zum Hotel gebracht werden. Am ersten Tag der Konferenz, einem Freitag, haben wir die erste Sitzung gehört und hatten später Zeit unsere mexikanischen Tänze, die jede Stadt vorher eingeübt hatte, zu proben. Ein Highlight dieses Tages war besonders für uns deutsche Austauschschüler das Mittagessen, da es Erdbeeren mit Sahne zum Nachtisch gab. Das hatte hier in Mexiko noch keiner von uns gegessen und es hat uns sehr an Deutschland erinnert. Dementsprechend haben wir uns auch damit den Bauch vollgeschlagen ;-) Am Abend war eine Mischung aus einer Theater und Tanzvorstellung im Konferenzhotel mit anschliessendem Cocktailabend. Samstags mussten wir mit unseren Rotaryblazer und der jeweiligen Landesfahne in den Konferenzsaal einlaufen und wir wurden offiziell verabschiedet. Tim, der Schweizer mit dem ich ein paar Songs geschrieben habe, hat eine Rede gehalten bei der ich ihn mit der Gitarre begleitet habe. Dieser Moment war sicherlich ein sehr trauriger Moment, da uns nochmal klar wurde wie wenig Zeit uns hier noch allen in Mexiko bleibt und es flossen auch schon die ersten Tränen. Am Nachmittag haben alle Tanzgruppen ihre Tänze vorgeführt. Unser Tanz, la Bamba, hat im Gegensatz zur Generalprobe gut geklappt und ich war damit zufrieden. Bei der Generalprobe entstand nämlich das Problem, dass manche Leute aus meiner Gruppe nicht im Takt gesteppt haben und dadurch alle etwas raus waren. Durch die Aufregung auf einer Bühne zu stehen haben sie einfach das Tempo mal sehr angezogen, sodass Musik und Tanz nicht übereinstimmten. Zu mir wurde nachher von einigen Rotariern gesagt, dass ich den Tanz gerettet haben sollte und Tanzen würde wie ein Mexikaner :D … das hat mich nach all den Übungsstunden natürlich gefreut. Abends gings dann in ein Konzert des guatemaltekischen Orchesters und eines Militärorchesters mit Begleitung von Marimbaphonspielern. Mir hat es sehr gut gefallen, da ich den grossteil der Stücke schon gut kannte.

Anschliessend wurde dann zu Abend gegessen mit Riesenbuffet auf einer sehr grossen Terrasse mit Blick auf nahegelegene Berge. In der Schlange vom Buffet wurde ich gefragt: De donde sos? …Ich dachte erst, was spricht der denn für ne Sprache, da ich de donde kannte aber sos nicht. Er meinte dann zu mir das die Leute in Guatemala und auch einige im Süden von Mexiko anstatt der Vokabel eres (bist), sos benutzen. Also bedeutet de donde sos, dass gleiche wie de donde eres(woher kommst du?). Von Guatemala habe ich insgesamt einen sehr guten Eindruck. Es ist zwar noch ärmer als Mexiko, aber die Natur ist sehr schön. Auf unseren Wegen dort haben wir uns gefühlt wie im Urwald, weil man bis auf Wald eigentlich nichts anderes sehen konnte. So eine richtige Stadt mit moderneren Einrichtungen gab es nicht.

Am Sonntag um 8 Uhr gings dann wieder nach Mexiko zur Stadt Tapachula. Diesmal hatten wir mehr Probleme an der Grenze und mussten alle mit Gepäck aussteigen und über die Grenze laufen. An der Grenze mussten wir einen Knopf drücken. Dahinter stand eine Ampel die dann nach Zufallssystem Rot oder Grün geleuchtet hat. Bei den Personen die Rot hatten musste der Koffer durchsucht werden. Ich hab Glück gehabt und konnte ohne Probleme passieren. Trotzdem war es sehr lästig, da wir dadurch ungefähr eine Stunde an der Grenze verbracht haben.

So gegen Spätnachmittag kamen wir dann in Tapachula im gleichen Hotel an, in dem wir auf der Hinfahrt auch geblieben sind. Am nächsten Tag wurden dann die vielen Rotarier, die uns betreut haben zum Flughafen gebracht. Zwei Rotarier sind bei uns geblieben und es kamen noch zwei Rotarier und ein Rotexer(ehemaliger Austauschschüler) dazu. Von da an begann dann eigentlich erst richtig die Ruta Maya !

Am nächsten Tag gings dann von Tapachula nach San Cristobal einer kleinen schönen Stadt. Am Nachmittag war Zeit um sich die Stadt an zu schauen. Mir hat das kleine Städtchen sehr gut gefallen, da es einen sehr gemütlichen Eindruck auf mich gemacht hat. Abends durften wir dann zum ersten mal ausgehen. Wir sind mit der ganzen Truppe in eine Bar gegangen und konnten uns vom vielen Busfahrstress erstmal erholen.

Der darauf folgende Tag wurde mal wieder zur Hälfte im bus verbracht. Am Nachmittag kamen wir zu unserem ersten richtigen Besichtigungspunkt, Cascadas de Agua Azul, der Ruta an. Cascadas de agua azul ist ein Fluss der an der Stelle wo wir waren aus ganz vielen Wasserfällen bestand. Dort konnten wir schwimmen gehen. Mit ein paar Freunden sind wir die Steine am Wasserfall hochgekletert und dort runtergesprungen. Dies hat echt super Spass gemacht. Sicherlich auch, weil das Wasser richtig klar war und man an einigen Stellen den Boden sehen konnte ! Nach anschliessender zwei stündiger Busfahrt ging es weiter zur Stadt Palenque. Am nächsten Tag haben wir uns die Pyramiden von Palenque angeschaut, die sehr sehr beeindruckend waren! Es waren sehr viele Pyramiden und Ruinen in mitten eines Waldes, der sehr tropisch aussah, da aus dem Wald Nebel hinaufstieg. Auch das Klima war sehr tropisch, sodass wir also sehr doll schwitzen, es denn noch aber nicht trocken war sondern schwül. Sowas muss man einfach selbst erleben um genau zu verstehen, wie ich das meine.

Später ging es weiter zu einem archäologischen Park, in dem wir uns eine Nachtshow von angeleuchteten Pyramiden angesehen haben. In der Nacht so gegen 11:30 kamen wir im Hotel in der Stadt Merida an. Wir kamen sehr spät an, da der zweite Bus Probleme mit einem Reifen hatte und alle aus dem zweiten Bus in unseren einsteigen mussten. Wir sassen dann teilweise mit 3 Leuten auf zwei Sitzen und manche haben sich in den Gang gesetzt bzw. gelegt.

Am nächsten Tag, einem Donnerstag, sind wir von Merida zur ca. eineinhalb entfernten Küste gefahren. Dort machen wir eine Bootstour mit ganz vielen kleinen Motorbooten und fuhren in einen ins Meer mündenen Fluss. In diesem Fluss konnten wir Flamingos betrachten und unter anderem auch Krokodile. Was auch sehr sehenswürdig war, war eine Baumart, die im Salzwasser wächst. Die Wurzel verzweigten sich nämlich noch in der Luft bzw. im Wasser und gingen erst später in die Erde.

Nach der Bootstour war noch Zeit um im Meer schwimmen zu gehen. Das Wasser war echt um die 25 Grad warm.

Der nächste Urlaubsort war Cancun, in dem wir ein ganzes Wochenende geblieben sind. Cancun ist sicherlich vom Meer das absolut schönste was ich bisher in meinem Leben gesehen habe. Das Wasser war so blau, dass man den Grund sehen konnte, und dazu noch warm. Auch die Wellen waren einigermaßen stark, sodass das Schwimmen auch Spass gemacht hat. Die drei Tage in Cancun haben wir mit Baden, Fussball spielen am Strand, Essen, Schlafen, relaxen und alles was zu so einem Luxusurlaub dazu gehört, verbracht. Natürlich waren wir wieder in einem der Luxushotels untergrebracht mit Hotelpool, Fitnessstudio, Strandbar, Poolbar (bei der Poolbar konnte man im Wasser auf so Barhockern sitzen und direkt seine Getränke bestellen) und allem drum und dran. Das was leider an cancun ein bisschen stört ist, dass man nicht mehr sagen kann, dass es mexikanisch ist. Cancun besteht eigentlich nur aus Luxushotels und den dicken Einkaufszentren! …mexikanisch typisches findet man dort also nicht und es ist alles sehr amerikanisiert. Man könnte sagen es ist ein richtiger “Bonzenort“ :D

Nach den drei Tagen in Cancun ging die Reise weiter zu Playa del Carmen, einem Ort, der etwas mehr mexikanisch ist, wobei sich dort aber auch die Touristen hinziehen und wir kaum ein Wort Spanisch gehört haben. Auch in Playa del Carmen haben wir drei Tage im Hotel verbracht oder konnten in die Stadt gehen, wobei wir am ersten Tag in einem Wasserpark namens Xcarett waren und am dritten Tag nochmal nach Cancun gefahren sind, um eine Bootstour zu machen. Mit einem Freund wollte ich noch mexikanische Flaggen kaufen, da wir dort alle Austauschschüler drauf unterschreiben lassen wollten. Als wir ein Taxi nehmen wollten, sprachen uns die Taxifahrer erstmal auf Englisch an und wir haben uns sehr aufgeregt und denen klar gemacht, dass wir hier in Mexiko sind und sie gefälligst Spanisch mit uns sprechen sollen, nachdem wir auf Spanisch geantwortet haben und sie einfach immer noch mit ihrem gebrochenen Englisch geredet haben. Natürlich ist das für Touristen nett, aber wenn man sie schon darum bittet Spanisch zu sprechen dann haben wir nicht verstanden warum sie immer wieder mit ihrem Englisch anfangen mussten. Die Taxipreise haben sie auch sehr hochgepusht, weil sie natürlich von den üblichen Touris das Geld abziehen wollten. Da sie dann aber gemerkt haben, dass wir diese Tricks von denen schon kannten, haben wir auch den Normalpreis bezahlt.

Der Xcarett-Park war ein riesiger Wasserpark in dem wir im Meer schnorcheln konnten und tausende von Fischen sehen konnten. Wenn man mal versuchte in einen Fischschwarm herein zu packen, schwammen aber alle direkt weg. Diese kleinen Fische haben echt eine sehr krasse Geschwindigkeit drauf, obwohl wir Schwimmflossen an hatten und ihnen ja nicht hinterher geschwommen sind, sondern einfach nur mit der Hand in den Schwarm packen wollten. Im Park haben wir uns unter anderem auch Delfine, Riesenschildkröten und Haie angucken können. Am Abend stand dann eine Show über die Geschichte Mexikos in einem Stadion des Parks an. Die Show war echt sehr beeindruckend, da dort alte Ballspiele(Hockey mit einem brennenden Ball) der alten Kulturen, wie den Mayas, aber auch alle möglichen Tänze, sowie Kriege nachgespielt wurden. Es war ein beeindruckendes Spektakel, was sich von Licht und Feuereffekten bis hin zu 50 fliegenden Papageien hinzog, die bei der End-Szene ihre Runden im Stadion drehten. Auch Pferde und Hunde kamen natürlich zum Einsatz, bei den Kriegszenen.

Die Bootstour in Cancun zur Insel „Isla de las mujeres“ war optional, da wir nochmal 350 Pesos(ca.20 Euro) extra bezahlen mussten. So haben dann nicht alle diese Fahrt mit gemacht, aber die Fahrt war auch nochmal ein besonderes Ereignis. In zwei Katamaranen haben wir unsere Seefahrt begonnen und konnten sogar die Füsse dabei ins wunderschöne blaue Wasser stecken. Ausserdem hatten wir den ganzen Tag Bar libre, das heisst Freigetränke und auch noch ein Mittagsbuffet. Erst sind wir zu einem Riff gefahren und haben dort geschnorchelt. Anschliessend gings dann weiter zur Isla de las mujeres, um dort Mittag zu essen und sich die Stadt anzugucken. Natürlich sind wir auch schwimmen gegangen.

Nach den drei Tagen in Playa del Carmen nahm unsere Reise dann ein Ende und wir haben uns auf dem Rückweg noch Tulum angeschaut. Ruinen von Pyramiden direkt am Meer. Das war echt nochmal sehr aufregend, da der Strand nicht zu gebaut von Hotels ist, sondern noch sehr natürlich mit Palmen und Sandstrand erhalten ist.

Nach der zweitägigen Busreise kamen wir dann wieder in Puebla an und am nächsten Tag ging es wieder in unsere Städte. Es war ein sehr trauriger Moment, als wir uns dann alle am Busbahnhof verabschieden mussten, da wir ja schon eine sehr lange Zeit zusammen waren und ich echt sagen muss, dass ich nochmal richtig gute neue Freunde gefunden habe. Super schade, dass das Jahr schon fast vorbei ist. In den nächsten Wochen werden wir aber in Puebla nochmal eine Abschiedsparty von allen Austauschschülern haben, bevor sich dann jeder wieder auf die Rückkehr in sein Land begibt.

Ich werde in der nächsten Woche noch nach Guadalajara und Colima den Gastbruder und die Gastfamilien von meiner älteren Schwester Britta hier in Mexiko besuchen. Ausserdem werde ich wahrscheinlich nochmal nach Taxco fahren, in die Stadt wo ich immer getanzt habe, da ich dort hin auch eingeladen wurde. Mit dem Bericht von Guadalajara und Colima melde ich mich dann nochmal.

Die Fotos der Ruta Maya folgen noch. Leider kann ich nicht alles, was ich gerne an Fotos zeigen will in den Blog stellen, da es sehr lange dauert Fotos hochzuladen. Also muss ich erst noch eine Auswahl der vielen Fotos treffen und auch noch von anderen Austauschschülern Fotos sammeln, da ich auf meiner Kamera nicht so oft drauf bin.

Ganz liebe Grüsse nach Deutschland und bis demnächst,

Stefan :-)

Fotos Semana Santa !















Foto 1: Einer der Maenner die sich geschlagen haben !

Foto 2: Ein Kreuztraeger.

Foto 3: So sahen ungefaehr die Statuen, Bilder,Jesuskreuze aus die getragen wurden.

Foto 4: Ein Mann mit dem Stachelstockbuendel.




Semana Santa - Taxco

So nach einer etwas sehr langen Pause melde ich mich jetzt mit umso mehr zu erzaehlen und Fotos zurueck. Wie ich schon angekuendigt habe, bin ich in der ersten Osterferienwoche nach Taxco zur Semana Santa (Karwoche) gefahren, da sie dort sehr besonders sein sollte. In Taxco habe ich mit Philipp(auch deutscher aus meinem Distrikt) und Lulu bei der wir gewohnt haben die Woche verbracht. Jeden Abend gab es verschiedene Prozessionen die jeweils verschieden aufgebaut waren. Am Montag fing es damit an, dass Leute aus verschiedenen Gemeinden verschiedene Virgenes, so Statuen bzw Bilder und Kerzen, getragen haben. Haeufig waren die verschiedenen Gruppen mit Musikleuten begleitet, welche traditionelle Musik aus dieser Zeit gespielt haben. Die Musikgruppen bestanden aus Gitarre,Geige,Trommel und TrompeteDies ging am Dienstag und Montag eigentlich die ganze Zeit so und ich fand es ein bisschen langweilig. Wir waren niht einmal in der Kirche, also was komplett anderes als in Deutschland und die Prozessionen fingen alle erst um 8 Uhr Abends an.
Am Mittwoch war dann eine der groessten Prozession. Frauen mit schwarzen Umhaengen waren aneinander mit Eisenketten an den Fuessen fest gebunden. Dies war schon sehr beeindruckend. Zum einen von dem Geraeusch das gemacht wurde, aber auch da sie ja eine sehr grosse Arbeit zu leisten hatten. Die Maenner trugen zusammengebundene Dornenstoecker die an ihren Ruecken befestigt wurden. Donnerstags war dann die groesse Prozession. Dort kamen dann noch Maenner dazu, die sich auf ihre Ruecken so hart mit nem Buendel geschlagen haben, dass richtige Fleischwunden entstanden sind und auch andere die richtig schwere Kreuze tragen mussten. Waehrend der Prozessionen sassen wir meist in ner Bar und haben und das ganze von dort aus angeguckt ! ... das war naemlich bequemer als am Strassenrand zu stehen und die ganze Zeit auf die Prozession zu warten. Insgesamt war die Woche dann aber doch noch ganz gut, nachdem mir ja die ersten 2 Prozessionen nicht so gefallen haben.